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Geschichte des Ludwig Jall Sportfestes

 

Das Ludwig-Jall-Sportfest, das 2017 seine 32. Auflage erlebt, ist nach dem Vereinspräsidenten des Postsportvereins München der Jahre 1950 bis 1975 benannt. Dessen Engagement ist das Überleben des Vereins in der Nachkriegszeit sowie der Bezug der Anlage an der Franz-Maderstraße in Moosach zu verdanken. Vorher fand der Sportbetrieb an der Arnulfstraße statt. Die Moosacher Anlage wurde 1972 als Trainingsstätte für die Olympischen Spiele nach seinerzeit modernsten Gesichtspunkten errichtet. Für seine vielfältigen Verdienste um die Leichtathletik ehrte der DLV Jall 1955 mit dem Hanns-Braun-Ehrenpreis.
Als Jall 1975 verstarb, beschloss die Leichtathletik-Abteilung, ihm zu Ehren jährlich am Pfingstsamstag ein Meeting auf der vereinseigenen Anlage zu bestreiten – mittlerweile ist eine Traditionsveranstaltung daraus geworden. Von 1976 bis 2001 war damaliger Abteilungsleiter Eugen Günthner - mehrfacher Bayerischer Zehnkampfmeister - Organisationschef. Die Veranstaltung wuchs schnell, namhafte Topathleten auch aus dem Ausland gaben sich quasi die Türklinke in die Hand. 1985 begann eine erfolgreiche Kooperation mit Sportfesten in Innsbruck und Bozen zu einem „Drei-Städte-Pfingstturnier.“
Zwischen 2002 und 2004 leitete Peter Steinfeld, langjähriger Mitarbeiter Günthners, das Event. 2003 erfolgte ei nräumlicher Wechsel, da die Anlage an der Franz-Maderstraße in die Jahre gekommen und nur noch bedingt wettkampftauglich war. Das Dantestadion, soeben als Trainingsstätte für die EM 2002 hergerichtet, war neuer Austragungsort.
Im Jahre 2005 übernahm seinerzeitiger Abteilungsleiter Wolfgang Stengel das Kommando. Mit großem Engagement führte er die Veranstaltung über Jahre zu neuer Blüte. Das Sportfest wurde vom BLV in die Reihe „Bayern-Top Meeting“ aufgenommen. Hochklassige Wettkämpfe für Behinderte ergänzten das Programm. Beendet wurde hingegen die Wettkampfserie mit Bozen und Innsbruck, da sie nicht mehr zeitgemäß war. Seit 2013 fungiert wiederum Steinfeld als Veranstaltungsleiter. Die Organisation erfolgt in bewährter Kooperation mit der LG Stadtwerke München, in der der heute unter dem Namen PSV München fungierende Ausrichterverein Gründungsmitglied ist. Es werden Wettkämpfe für leistungsambitionierte Aktive angeboten. Bestrebt ist der Ausrichter weiterhin, vielen der in München beheimateten LG-SWM-Spitzenathletinnen- und athleten in ausgewählten Disziplinen eine Wettkampfgelegenheit auf Top-Niveau zu bieten. Zudem sollen dadurch Zuschauer angelockt werden.